Sieht er rot, wird er wild! Für den Säbener Sigi gibt es seit dem Europacupfinale 1974 (120. Minute! Schwarzenbeck! Tor!) keinen anderen Verein als den FC Bayern. Seinen echten Namen und seine genaue (wichtige!) Funktion beim FCB behält der Säbener Sigi für sich - seine Meinung aber garantiert nicht! Die Kolumne vom roten Planeten lesen Sie auch in der Sommerpause regelmäßig hier.
Beim Blick auf die neue Bundesliga-Landkarte ist uns etwas Verrücktes aufgefallen: Östlich vom FC Bayern befinden sich nur noch Sibirien, die kasachische Steppe und der äußere Teil der Inneren Mongolei. Auf Deutsch: Seit dem Abstieg von Hertha BSC sind wir der östlichste Verein der Bundesliga. Das bedeutet: Wir sind der Aufschwung Ost! Wir sind die blühenden Fußball-Landschaften!
Damit erhalten viele uralte Weisheiten rund um den Osten eine ganz neue Bedeutung. Zum Beispiel die chinesische Revolutions-Parole „Der Osten ist rot“. Oder auch die traditionelle Erkenntnis, dass im Osten die Sonne aufgeht. Na logisch! Nicht nur Astronomen wissen ja, dass auf der Osthälfte des Himmels alle Gestirne emporsteigen – und dass sie im Westen versinken. Wobei wir das keinesfalls als Anspielung auf konkurrierende Vereine verstanden haben wollen. Wir wollen ja keinen neuen Ost-West-Konflikt.
Aber an der klassischen Latein-Weisheit ist nunmal kein Vorbeikommen: „Ex oriente lux.“ Aus dem Osten kommt das Licht. Jetzt müssen wir bloß noch den Schalter finden.