Neues Jahr, neue Rekorde! Trotz des enttäuschenden Abschneidens in der Bundesliga hat der FC Bayern im Geschäftsjahr 2006/07 mehrere neue Bestmarken aufgestellt. So konnte der Rekordmeister in der Zeit vom 1. Juli 2006 bis zum 30. Juni 2007 bei einem neuen Rekordumsatz von 225,8 Mio.€ (2005/06: 204,7 Mio. €) einen neuen Rekordgewinn von 18,9 Mio. € (4,8 Mio. €) nach Steuern erwirtschaften. Dies gab Finanzvorstand Karl Hopfner vor 1.105 Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Paulaner am Nockherberg bekannt.
„Obwohl wir im letzten Jahr keinen Titel gewonnen und die Saison mit Platz vier enttäuschend abgeschlossen haben, ist das wirtschaftliche Ergebnis mehr als zufriedenstellend", sagte Hopfner. Die größten Einnahmeposten im zurückliegenden Geschäftsjahr waren der Spielbetrieb (83,6 Mio.) sowie Sponsoren und Vermarktung (62,8). Mit Abstand höchster Ausgabeposten waren die Personalaufwendungen mit 106,1 Mio. €.
Ribery und Co. kurbeln Trikotverkauf an
Sehr erfreulich entwickelte sich auch der Bereich Merchandising auf 32,3 Mio. €. „Wir stellen da jedes Jahr einen neuen Rekord auf“, berichtete Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Im letzten Jahr konnte der FCB eine Steigerung zum Vorjahr um 10 Prozent verbuchen, in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres betrug die Steigerung bereits 37 Prozent.
Mit dafür verantwortlich sind die Neuzugänge wie Franck Ribery, Luca Toni und Miroslav Klose, die als Folge des schwachen Abschneidens in der letzten Saison Teil des größten personellen Umbruchs der Klubgeschichte waren. „Wir haben im Sommer wahnsinnig viel Geld ausgegeben. Wir sind aber finanziell gesehen weiterhin extrem stabil und seriös“, betonte Rummenigge. Die freie Liquidität der FC Bayern München AG zum 30. Juni 2007 betrug 91,4 Mio €.
FCB will weiter in Topstars investieren
Der FC Bayern hat also noch genügend finanziellen Spielraum, auch in Zukunft weitere internationale Topstars zu verpflichten. „Wir werden nie ein wirtschaftliches Abenteuer eingehen, aber weiterhin auch Klassespieler kaufen. Wir investieren nicht in Quantität, sondern in Qualität. Auch mir macht ein Ribery mehr Spaß als viele andere Spieler, die wir zuvor für weniger Geld gekauft haben“, sagte Rummenigge.
„Es ist möglich, auch in Zukunft gezielt einzelne Transfers zur Verbesserung unseres Kaders vorzunehmen, und das aus eigenen erwirtschaften Mittel zu finanzieren“, fügte Finanzchef Hopfner hinzu. Bayerns Finanzchef ist sogar jetzt schon überzeugt, auch ohne die lukrative Champions League im nächsten Jahr wieder „ein positives operatives Ergebnis präsentieren zu können. Die von uns getätigten Neuverpflichtungen in noch nie dagewesener finanzieller Größenordnung sind hierbei bereits berücksichtigt.“
Steigende Zahlen auch bei den Mitgliedern
Passend zum wirtschaftlichen Erfolg konnte Präsident Franz Beckenbauer auch im Bereich Mitglieder und Fans durchweg neue Rekordzahlen vermelden. So stieg die Mitgliederzahl von 121.119 auf 135.752, die Zahl der Fanklubs von 2.290 auf 2.329, in denen offiziell 164.580 Fanklubmitglieder gemeldet sind (zuvor 156.673). Die Tendenz auch hier: weiter stark ansteigend.
Und im nächsten Jahr sollen auch wieder der eine oder andere Pokal auf dem Podium präsentiert werden. Rummenigge sagte: „Wir haben den ersten Tabellenplatz jetzt 13 Spieltage in Folge. Es gibt auch keinen Grund, warum das nicht auch am 34. Spieltag der Fall sein sollte. Wir werden alles dafür tun, damit bei der nächsten Versammlung die Schale hier wieder stehen wird."
Der Jahresabschluss im Überblick