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Mitarbeiterstab wächst

Klinsmann baut auf Junghans und Theslof

02.04.2008

Knapp drei Monate nach der Vorstellung von Jürgen Klinsmann als neuer FCB-Chefcoach zur kommenden Saison nimmt der Mitarbeiterstab des ehemaligen Nationalstürmers weiter Konturen an. Am Mittwoch stellte der 43-Jährige, der derzeit zu Gesprächen in München ist, gegenüber fcbayern.de zwei weitere Mitglieder seines Teams vor: Walter Junghans und Nick Theslof.

Junghans ist bereits seit Beginn der laufenden Saison Teil des Torwarttrainerstabs beim FC Bayern. Ab 1. Juli 2008 übernimmt der 49-Jährige hauptverantwortlich das Torwarttraining und beerbt damit, wie schon als Spieler 1979, Sepp Maier, der in den wohlverdienten Ruhestand geht. „Es ist sicherlich keine einfache Aufgabe, das Erbe von Sepp Maier anzutreten“, sagte Junghans, der sich aber freut, „dass die Entscheidung auf mich gefallen ist.“

'Sehr angetan' von Junghans

„Riesig“ ist auch Klinsmanns Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit Junghans. „Jeder beim FC Bayern spricht sehr positiv über ihn“, erzählte der künftige FCB-Trainer, der sich auch bei „Leuten, die ihn schon längere Jahre kennen“, über Junghans informiert hat. „Auch im direkten Gespräch mit ihm hat es gepasst, die Chemie ist da“, berichtete Klinsmann. „Er ist ein angenehmer Typ. Er ist zurückhaltend, weiß aber genau, was er möchte, und er ist lernbegierig.“

Junghans selbst betonte, seiner eigenen Philosophie als Torwarttrainer im Kern treu bleiben zu wollen. „Ich habe durch das Jahr mit Sepp Maier und Oliver Kahn aber natürlich auch viel dazugelernt. Das möchte ich alles mit einbauen“, erzählte er. Vor seiner Zeit beim FC Bayern war Junghans bereits unter anderem bei Benfica Lissabon und Athletic Bilbao als Torwarttrainer tätig - auch das sprach für ihn. „Er war international viel unterwegs und hat einige Stationen hinter sich“, sagte Klinsmann, der „sehr angetan“ von Junghans ist.

Theslof auf Tuchfühlung mit Klinsmann

Begeistert ist der künftige FCB-Trainer auch von Nick Theslof. Der 30 Jahre alte US-Amerikaner wird Klinsmann als internationaler Scout im Team von Wolfgang Dremmler unterstützen. „Er wird direkt mit mir zusammenarbeiten, ich möchte, dass wir einen sehr engen Draht zueinander haben“, erklärte Klinsmann, „sofern er nicht auf Reisen ist, wird er auch ständig an der Säbener Straße sein, um mit mir auf Tuchfühlung zu sein.“

Der 43-Jährige kennt Theslof aus gemeinsamen Tagen beim US-Klub Orange County Blue Star. Unter dem Pseudonym Jay Goppingen bestritt Klinsmann nach seinem offiziellen Karriereende 2003 acht Spiele (5 Tore) für den Amateur-Verein - unter Trainer Theslof. „Ich war sehr beeindruckt, wie er ein Spiel liest, analysiert und wie er Spieler individuell betreut“, erinnert sich Klinsmann.

Klinsmanns scharfes Auge

Schon bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland holte der künftige Bayern-Trainer daher Theslof als Spielbeobachter in sein Trainerteam. „Bei der WM hat er für mich Berichte verfasst, die immer auf den Kern genau richtig waren. Er hat ein sehr, sehr scharfes Auge“, erzählte Klinsmann. Gegnerische Teams im In- und Ausland zu beobachten, wird auch Theslofs Hauptaufgabe beim FC Bayern sein.

Der ehemalige Jugendspieler von PSV Eindhoven war als Profi beim Major-League-Soccer-Klub Columbus Crew aktiv, musste seine Karriere nach einem Achillessehnenriss aber früh beenden. Danach hat er sofort eine Trainerkarriere gestartet, die ihn nun nach München führt. Schon in den kommenden Monaten wird er beim FC Bayern eingearbeitet. „Damit er ein Gefühl bekommt für den FC Bayern und für die Abteilung von Wolfgang Dremmler“, sagte Klinsmann, der überzeugt ist: „Nick wird uns weiterhelfen.“

Eifrige Planungen im Hintergrund

Mit Theslof und Junghans hat sich der künftige FCB-Chefcoach mittlerweile auf vier Mitglieder seines Stabs festgelegt. Zuvor hatte er bereits den Mexikaner Martin Vasquez (Assistenztrainer) sowie Ex-FCB-Profi Christian Nerlinger (Teammanager) vorgestellt. Weitere Personalentscheidungen werden folgen, kündigte Klinsmann an. „Wir arbeiten eifrig daran, organisatorische Dinge vorzubereiten, damit wir Ende Juni, Anfang Juli sehr gut für die neue Saison aufgestellt sind - aber im Hintergrund. In keinster Weise möchten wir die Arbeit von Ottmar Hitzfeld stören.“

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